KULTURGUT BATIK

Batik (javanesisch „mbatik“ = mit Wachs schreiben) ist ein ursprünglich aus Indonesien stammendes Textilfärbeverfahren, bei dem Muster und Verzierungen in Handarbeit mit flüssigem Wachs mit einem als Tjanting bezeichneten Werkzeug auf das Ge-webe (Baumwolle oder Leinen) aufgezeichnet und somit abgedeckt werden, und daher bei dem darauf folgenden Färben des Stoffes im Farbbad nicht durchspült werden und damit ihre ursprüngliche Farbe beibehalten.

 

Indonesische Batik zeichnet sich durch eine Vielfalt von traditionell vorgegebenen, oft mit religiösen oder kulturellen Mustern versehen, sowie den typischen Farben aus. Traditionell waren Kleider aus Batik-Stoffen oder bestimmte Muster in der streng reglementierten javanischen Gesellschaft der Oberschicht, insbesondere dem Adel, vorbehalten.

 

Der Sultan von Yogyakarta gab erst 1940 die Batik zum Gebrauch für alle Gesellschaftsschichten frei. Auch heute noch sind bestimmte Muster für bestimmte gesellschaftliche Anlässe und Regionen vorbehalten.
"Indonesische Batik" wurde am 30. September 2009 von der UNESCO als Welterbe anerkannt.

 

Die indonesische Bevölkerung, allen voran die Bewohner der Insel Java, sind sehr stolz auf ihr Kulturgut und sie
wissen um ihre Verpflichtung zur Erhaltung der kulturellen Authentizität der speziellen Batik-Technik ihres Landes und damit dem Fortbestehen dieser Handwerkskunst.

 

Mit eigenen Augen konnte ich selbst den Vorgang der Batikherstellung verfolgen. Es ist eine mühevolle Handarbeit unter äußerst erschwerten Bedingungen. Trotz allem ist das Endergebnis detailaufwendig und exakt gearbeitet. Die Arbeiter verdienen größten Respekt für Ihre Tätigkeit und die Erhaltung der Kultur.

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