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Weihnachtsbrief 2022

Liebe Freunde unserer Kinderhilfe,

 

ich hoffe, Sie sind gut durch das Jahr gekommen, das auch dieses Mal wieder von so einigen Strapazen und Unwägbarkeiten gezeichnet war.

Das zum Leidwesen Vieler gepriesene Wort „Corona“ und die damit im Zusammenhang stehende Situation hat sich zum Glück über das Jahr gesehen, ein wenig in den Hintergrund gestellt. Dafür traten Firmenschließungen, Insolvenzen, persönliche Tragödien, enorm gestiegene Inflation sowie Kriegsführung in den Vordergrund. Kein rühmlicher und vor allem kein guter Wechsel.

Die Vernunft wird oftmals mit Füßen getreten, dafür regieren Fehlplanung, Kapital- und Machtinteressen sowie Inkompetenz auf der einen Seite und auf der anderen Seite Unsicherheit sowie Zukunftsängste.

Alles keine guten Voraussetzungen und keine solide Basis für zukunftsweisende und voran­bringende Entwicklung zum Wohle der Gemeinschaft.

 

Für mich persönlich ist diese Situation, insbesondere hierzulande, noch immer, subjektiv betrachtet, unwirklich. Diese Art von Krise hätte ich nie erwartet. Die Zukunft scheint ungewiss und eine vernünftige Planung, ob privat, für Unternehmen und auch für Hilfsorganisationen, wie uns, ist so gut wie nicht möglich.

 

Das ist traurig und beschämend. Es behindert die Arbeit von Menschen, die voran kommen wollen, die etwas bewegen möchten, die sich engagieren und für andere Menschen da sein wollen.

 

Ich möchte hier nicht weiter darüber meine Bilanz ziehen. Jeder weiß selbst, was passiert ist und wie es aussieht. Und jeder darf und soll sich selbst sein Bild machen, nachdenken, mitdenken.

 

Verzeihen Sie mir, wenn ich mir mit den voranstehenden Zeilen etwas Luft gemacht habe. Vielen geht es, das zeigen diverse Gespräche, ähnlich. Die Last, die wir alle tragen müssen, ist groß und die Ungewissheit nagt an uns.

 

Doch es ist nicht alles nur schlecht. Wir haben auf Vieles keinen Einfluss. Vieles geschieht, obwohl wir es gar nicht mögen. Wir müssen mit so manchen schweren Schicksalen leben, müssen einige Dinge akzeptieren, die wir anders sehen und gern anders hätten. Letztendlich ist es doch wichtig, dass wir unsere Freude am Leben, unser Dasein, erhalten und Zufriedenheit wahren.

 

Ich bin mit einer Reihe von Sachen, die hierzulande geschehen sind und auch aktuell passieren, nicht einverstanden. Aber meine Lebenseinstellung lasse ich mir davon nicht nehmen. Und das wünsche ich auch Ihnen allen. Denn damit würde man sich zusätzlich bestrafen, sich einschränken. Das täte nicht gut. Wir haben nur eine gewisse Zeit auf diesem Planeten. Und diesen, auf die gesamte Weltepoche bezogenen, doch recht kurzen Moment, sollten wir für uns nutzen, es uns trotz allem gut gehen lassen, an uns denken, aber natürlich auch für andere da sein, helfen.

Nicht das Regieren ist entscheidend, sondern vielmehr das Reagieren. Nicht nur Reden, sondern Handeln. Nicht Warten, sondern Tun. Nicht dem Stream folgen, sondern Mitdenken. Nicht Glauben, sondern Wissen. Nicht Ja sagen, wenn man Nein meint. Keine Gleichgültigkeit, sondern eigene Ideen, Ideologie, Können sowie Begeisterung einbringen.

 

Unsere Begeisterung für unser Kinderhilfsprojekt ist nach wie vor ohne Einschränkung gegeben. Wir sind weiterhin mit Herzblut dabei, um den Kindern von Indonesien eine bessere Zukunft zu schenken. Dazu dienen unsere verschiedenen Projekte, die wir seit Beginn unserer Vereinsgeschichte nach und nach ins Leben gerufen haben. Und auch hierbei werden wir in Zukunft ansetzen und auch neue Projekte gestalten. Hauptaugenmerk liegt weiterhin auf den Bereichen Bildung und Gesundheit der Kinder.

 

Bedingt durch die pandemische und politische Lage, war auch das zurückliegende Jahr, problematisch. Unser Tatendrang, unsere Arbeit, wurde eingeschränkt und reglementiert. Die Bauprojekte mussten dadurch zurückgestellt werden. Wir sind jedoch guter Dinge, im nächsten Jahr ein neues Schulbauprojekt durchzuführen. Die Planungsphase ist abgeschlossen und die Zusage vom Spendengeber ist vertraglich fixiert.

Ein ganz neues Projekt befindet sich aktuell in der Umsetzungsphase. Die Planung dafür ist erledigt. Jetzt stehen noch verschiede Gespräche hierzu an. Wir werden zu gegebener Zeit darüber natürlich berichten.

 

Liebe Freunde, wir wünschen Ihnen und uns allen, ein friedvolles Weihnachtsfest, Zeit für Besinnung, Zeit für Mitdenken, Zeit für Miteinander, Zeit zum Genießen, Zeit für Familie und Freunde, Zeit für Freude und Glücksmomente. Wir wünschen Ihnen Sicherheit, Kraft sowie Energie und bleiben Sie gesund.

Herzlichen Dank für Ihren Zuspruch und Ihre Unterstützung. Das bedeutet uns sehr viel.

Ihr Mike Alsdorf


Mike Alsdorf Kathleen Richter Kus Hardiyanto

     Vorsitzender Leitung Außenstelle Leitung Außenstelle

                                                               Duisburg/NRW Banyumas/Indonesien


Kinderhilfe Indonesien e.V.


Elsterwerda, im Dezember 2022

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